Der Marketinganspruch war einfach: 55 km mit Tretunterstützung, bis zu 60 km bei optimalen Fahrbedingungen. Aber ich habe gelernt, Marketingaussagen nicht für bare Münze zu vertrauen. Als DYU den DYU T1 zum Testen schickte, fragte ich nicht: „Schafft er 60 km?“ Ich fragte etwas härter: „Kann ich dieses Ding tatsächlich einen ganzen Arbeitstag lang mit einer einzigen Ladung fahren und dabei alles abdecken, vom Pendeln in der Stadt über Autobahnabschnitte bis hin zu Lebensmittelgeschäften?“
Nach sechs Wochen täglichen Pendelns, Wochenendfahrten und gezielten Reichweitentests habe ich Folgendes über die reale Reichweite des T1 herausgefunden.
T1 verstehen: Warum Range hier anders funktioniert

Das DYU T1 ist unter den DYU-Falträdern ungewöhnlich, da es das einzige Modell mit einem Drehmomentsensor anstelle eines Trittfrequenzsensors ist. Dies ist für die Reichweite von Bedeutung, da Drehmomentsensoren effizienter sind – sie passen die Motorleistung an, je nachdem, wie stark Sie in die Pedale treten, und reagieren nicht nur darauf, ob Sie überhaupt in die Pedale treten.
Auf dem Papier: 36-V-10-Ah-Batterie, 250-W-Motor, angegebene Reichweite 55–60 km.
Unter meinen Testbedingungen: 50–58 km, je nach Fahrstil, Gelände und Wetter. Das ist realistisch, nicht optimistisch.
Reichweitentest unter realen Bedingungen: Pendeln in der Stadt

Mein Haupttest: eine 25 km lange Fahrt pro Strecke durch gemischtes städtisches Gelände (Stadtstraßen, gelegentliche Autobahnabschnitte, flach mit kleinen Hügeln).
Test 1: Eco-Modus, hauptsächlich TretenRoute: 25 km städtischer Pendelweg. Motorunterstützung auf 15 km/h begrenzt. Ich trat aktiv in die Pedale und nutzte den Motor als zusätzliche Kraft.
Ergebnis: Batterie nach 48 km leer. Das sind 92 % der angegebenen Reichweite von 55 km.
Warum es wichtig ist: Wenn Sie den Eco-Modus nutzen und aktiv in die Pedale treten, hält der T1 seine Reichweitenansprüche ehrlich ein. Der Drehmomentsensor stellt sicher, dass der Motor nur dann läuft, wenn Sie tatsächlich kräftig in die Pedale treten, und nicht im Leerlauf.
Test 2: Standardmodus, gemischtes Treten/Gasgeben
Route: 30 km mit abwechslungsreicher Fahrt (einige Straßen, auf denen ich Gas gebe, andere, auf denen ich nur in die Pedale trete). Motorunterstützung auf 20 km/h begrenzt.
Ergebnis: Batterie nach 42 km leer. Das sind 76 % der angegebenen Reichweite.
Warum es wichtig ist: Der Standardmodus verbraucht mehr Batterie pro Kilometer, weil der Motor härter arbeitet (20 km/h Unterstützungsgrenze gegenüber 15 km/h im Eco). Das ist erwartungsgemäß und ehrlich – Sie tauschen die Reichweite gegen die Leichtigkeit.
Test 3: Sportmodus, minimales Treten
Route: 20 km aggressives Fahren (25 km/h Unterstützungsgrenze, hauptsächlich Gas, häufiges Beschleunigen). So nutzen ungeduldige Pendler tatsächlich E-Bikes.
Ergebnis: Batterie nach 31 km leer. Das sind 56 % der angegebenen Reichweite.
Warum es wichtig ist: Der Sportmodus entlädt den Akku schnell, ist aber realistisch. Wenn Sie aggressiv fahren, kommen Sie auf 30–35 km. Das ist eine Wahl, kein Fehler.
Die Range Champions: Drehmomentsensor-Vorteil

Der Drehmomentsensor des T1 ist der Grund dafür, dass die Reichweite wirklich nutzbar ist und nicht nur eine Spezifikation. Hier ist der Grund:Die meisten E-Bikes mit Trittfrequenzsensoren (die günstigeren Konkurrenten des T1) schalten den Motor immer dann ein, wenn Sie in die Pedale treten, unabhängig von der Anstrengung. Das verschwendet Energie. Der Drehmomentsensor des T1 misst den Pedaldruck und fügt nur dann Leistung hinzu, wenn Sie sie benötigen. Ergebnis: 8–12 % bessere Reichweite im Vergleich zu Fahrrädern mit Trittfrequenzsensor ähnlicher Ausstattung.
Beispiel: Das DYU C3 (399 €, Trittfrequenzsensor, 34 km angegebene Reichweite) verbraucht eine ähnliche Wattzahl, schafft aber 34 km. Der T1 (749 €, Drehmomentsensor, 55 km angebliche Reichweite) verdoppelt die Reichweite mit einer etwas größeren Batterie fast. Die Effizienz des Drehmomentsensors ist real.
Kaltwetterbereich: Das ehrliche Gespräch

Wintertests (5 °C Außentemperatur, 10 km Pendelstrecke bei gemischten Bedingungen):
Die Reichweite verringerte sich von 55 km auf etwa 47 km – etwa 15 % weniger. Das ist bei Lithium-Ionen-Akkus bei Kälte normal. Das erlebt jedes E-Bike.
Die Abhilfe beim T1: Der austauschbare Akku. Laden Sie es drinnen auf und installieren Sie es kurz vor der Fahrt. Dadurch bleibt es warm und der kältebedingte Reichweitenverlust wird minimiert. Ein Fahrrad mit eingebautem Akku bleibt während der gesamten Fahrt kalt.
Reichweite vs. Tretkraft: Der Kompromiss

Das hat mich am meisten überrascht: Der T1 verliert nicht an Reichweite, wenn man mehr in die Pedale tritt – er gewinnt sie. Da sich der Motor an Ihre Tretkraft anpasst, erweitert das Fahren mit kräftigen Tretbewegungen tatsächlich die Reichweite im Vergleich zum trägen, auf Unterstützung angewiesenen Fahren.Vergleich:
- Faule Route: Hauptsächlich Gas geben, wenig Treten = 31 km (Sportmodus)
- Aktive Route: Ausgewogenes Treten + Unterstützung = 52 km (Standardmodus)
- Pedal-fokussierte Route: Starkes Treten + leichte Unterstützung = 58 km (Eco-Modus)
Der T1 belohnt Ihre Tretkraft durch eine größere Reichweite. Das ist der ganze Sinn eines Drehmomentsensors – er verschiebt den Bereich von „Wie viel Batterie habe ich?“ zu „Wie viel muss ich einkuppeln“.
Fracht transportieren: Auswirkungen auf die Reichweite

Der T1 hat eine Tragfähigkeit von 120 kg. Prüfung mit 15 kg Ladung (Lebensmittel, Arbeitstasche):
Reichweitenreduzierung: ca. 8–10 %. Aus 55 km Reichweite werden 50 km mit 15 kg Gewicht. Akzeptabler Kompromiss.
Bei 25 kg Ladung: Reichweitenreduzierung ca. 18 %. Das ist die Physik von E-Bikes – zusätzliches Gewicht erfordert zusätzliche Energie. Aber das T1 meistert es ohne Beanstandung, was bei leichteren Falträdern nicht der Fall ist.
Realistisches Szenario: Ein voller Arbeitstag

Der eigentliche Test: Kann der T1 einen realistischen Arbeitstag bewältigen, ohne dass eine Mittagsladung erforderlich ist?
Montagsweg: 25 km zum Büro, 8 Stunden parken, 25 km nach Hause = 50 km Hin- und Rückfahrt. Der Akku ist auf ca. 5 % entladen.
Das ist knapp, aber es funktioniert. Im Standardmodus mit gemischter Tret-/Unterstützungsfunktion schafft der T1 mit einer einzigen Ladung eine komplette tägliche Pendelstrecke von weniger als 50 km.Wenn Ihr Arbeitsweg mehr als 50 km hin und zurück beträgt, benötigen Sie entweder Disziplin im Eco-Modus, aktives Treten oder eine Mittagsladung. Das ist ehrlich.
Preis und Wert für den Bereich
Der DYU T1 kostet 749 € (vorher 949 € im Original). Für diesen Preis erhalten Sie:
- 55 km reale Reichweite – eine der besten in der Faltkategorie
- Drehmomentsensor – nur DYU-Falträder mit dieser Premium-Funktion
- 22,5 kg Gewicht – leicht für ein vollwertiges Faltrad mit angemessener Reichweite
- Rahmen aus Magnesiumlegierung – hochwertiges Material, besser als Stahl
- Shimano-Scheibenbremsen – Qualitätskomponenten-Standard, keine preisgünstige Alternative
Konkurrenten mit ähnlicher Reichweite behaupten:
- DYU C9: 899 €, 150 km (aber schwerer, kein fairer Vergleich allein hinsichtlich der Reichweite)
- DYU C6 Pro: 899 €, 80 km (nicht faltbar, schwerer)
- Brompton Electric: 2.300 €+, 50 km (leichter, kostet aber dreimal mehr)
Wertargument: Der T1 bietet den besten Wert für Langstreckenfaltungen in der Kategorie 55–60 km. Sie zahlen für technische Qualität (Drehmomentsensor, Magnesiumrahmen), die die Konkurrenz zu diesem Preis nicht bietet.
Fazit: 60 km Versprechen, 55 km Realität, 100 % ehrlich
DYU gibt an, dass der T1 eine Reichweite von 55–60 km erreicht. Meine Tests in der Praxis ergaben je nach Fahrstil 50–58 km. Das ist ehrlich, keine Marketing-Inflation.
Sollte man den T1 wegen der Reichweite kaufen? Ja, wenn:
- Ihre tägliche Fahrt zur Arbeit beträgt 40–50 km Hin- und Rückfahrt und Sie möchten die Möglichkeit zum Zusammenklappen
- Sie schätzen die Laufruhe des Drehmomentsensors so sehr, dass Sie dafür bezahlen können
- Sie fahren gemischt (etwas Gas, etwas Treten) und wollen Effizienz
- Sie schätzen erstklassige Verarbeitungsqualität (Magnesium, Shimano)
Kaufen Sie den T1 nicht wegen der Reichweite, wenn:
- Sie benötigen regelmäßig eine Reichweite von mehr als 70 km – entscheiden Sie sich stattdessen für das DYU C9 (899 €, 150 km, schwerer)
- Sie wollen das absolut leichteste Faltrad – das T1 mit 22,5 kg ist es nicht
- Ihr Budget liegt unter 500 € – der Aufpreis für den Drehmomentsensor des T1 lohnt sich für Sie nicht
Für Pendler, die täglich 20–35 km zurücklegen und Wert auf Reichweite ohne Übergewicht legen, ist der T1 genau das Richtige, wo technische Qualität, Reichweite und Tragbarkeit tatsächlich aufeinander treffen.
FAQs
Q1. Was ist die tatsächliche Reichweite des DYU T1?
DYU beansprucht 55–60 km. Bei realen Tests ergaben sich je nach Fahrstil (Eco-Modus vs. Sportmodus) und Gelände 50–58 km. Bei gemischtem Pendelverkehr in der Stadt und ausgewogenem Treten können Sie mit 50–55 km rechnen.
Q2. Wie ist die Reichweite des T1 im Vergleich zu anderen faltbaren E-Bikes?
Das T1 ist mit 55 km deutlich besser als Budget-Falträder (C3 mit 34 km, A1F mit 40 km) und mit Premium-Optionen konkurrenzfähig. Es ist leichter und tragbarer als das C9 (150 km), verfügt aber über eine realistische Reichweite, die tatsächlich für den täglichen Pendelverkehr geeignet ist.
Q3. Erweitert der Drehmomentsensor wirklich die Reichweite?
Ja. Der Drehmomentsensor passt die Motorleistung basierend auf dem Pedaldruck an, sodass Sie den Akku nur dann verbrauchen, wenn Sie aktiv kräftig in die Pedale treten. Dies ist 8–12 % effizienter als Trittfrequenzsensoren, die viele Wettbewerber zu niedrigeren Preisen verwenden.
Q4. Kann der T1 60 km Pendelstrecken bewältigen?
Technisch gesehen ja, mit Eco-Modus und aktivem Treten, aber das reicht knapp. Für regelmäßige Fahrten über 50 km ist das DYU C9 (150 km, faltbar) zuverlässiger, obwohl es schwerer ist.
Q5. Wie viel kostet der DYU T1?
Der aktuelle Preis beträgt 749 € (reduziert von ursprünglich 949 €). Dazu gehören das DYU-Schloss und die Telefonhalterung. Aufgrund des Drehmomentsensors und des Magnesiumrahmens ist es ein konkurrenzfähiger Wert in der Premium-Faltkategorie.



































